Stellen Sie sich doch mit uns in den Steinhagel

von Mirko Laudon

Ein 26-jähriger Stu­dent hat bei Kra­wal­len im Fe­bruar 2011 in Dres­den vor lau­fen­den Ka­me­ras ca. 50 Steine auf Po­li­zis­ten ge­wor­fen. Die Akte blieb lange un­be­ar­bei­tet – drei­ein­halb Jahre spä­ter nun das Ur­teil: ein Jahr und vier Mo­nate Frei­heits­strafe – aus­ge­setzt zur Be­wäh­rung – we­gen be­son­ders schwe­ren Land­frie­dens­bruch und ver­such­ter ge­fähr­li­cher Körperverletzung.

Stein­ha­gel auf Po­li­zei­vi­deos gut dokumentiert

Bei Aus­schrei­tun­gen von hun­der­ten Au­to­no­mer we­gen ei­ner ge­plan­ten Neonazi-Demo an­läss­lich des Jah­res­ta­ges der Bom­bar­die­rung Dres­dens in der Süd­vor­stadt am 19. Fe­bruar 2011 hatte der An­ge­klagte un­ab­läs­sig Pflas­ter­steine auf Po­li­zis­ten und Was­ser­wer­fer ge­wor­fen. Dort wa­ren Dut­zende Blo­cka­den mit Müll­con­tai­nern er­rich­tet, die spä­ter an­ge­zün­det wur­den. Als die Po­li­zei mit Was­ser­wer­fern an­rückte, um die Flam­men zu lö­schen, wur­den sie mas­siv an­ge­grif­fen. Im Stein­ha­gel gin­gen Schutz­schilde zu Bruch, sie­ben Po­li­zis­ten wur­den ver­letzt. Ei­ner der Tä­ter war der da­mals 22-Jährige. Bei den Kra­wal­len hatte er 50 Steine ge­wor­fen, alle gut do­ku­men­tiert auf den Polizeivideos.

Jah­re­lang pas­sierte nichts

Am 18. Ok­to­ber 2011 wurde der 26-Jährige als ei­ner der Ers­ten an­ge­klagt ...

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