Bearbeitungsgebühren zurück – so geht’s

Bearbeitungsgebühren zurück – so geht’s

von Roger Gabor (Kommentare: 0)

Banken knöpfen Kunden regelmäßig Bearbeitungsgebühren ab beim Abschluss eines Kreditvertrages. Zu Unrecht, hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. XI ZR 348/13 und 17/14). Die Folge: Kreditkunden können diese Gebühren zurückverlangen und zwar selbst für Verträge aus dem Jahr 2004. So begründen die Richter aus Karlsruhe ihr Urteil: Die Bearbeitung eines Kredits ist keine Dienstleistung für den Kunden. Vielmehr liegt es im eigenen Interesse der Bank, die Zahlungsfähigkeit ihres Kunden zu prüfen und den Vertragsschluss vorzubereiten. Das aber darf kein zusätzliches Geld kosten, urteilte der BGH. Betroffen sind alle Arten von Kreditverträgen, etwa Immobiliendarlehen oder Autofinanzierungen. Meist haben die Banken 1 bis 3 % des Nettokreditbetrages, manchmal auch mehr, kassiert. Ein großer Teil der betroffenen Kunden kann nun Erstattung dieser Extrakosten verlangen. Bislang verweigerten Banken die Rückzahlungen mit Hinweis auf eine dreijährige Verjährungsfrist der Ansprüche. Diesem Argument hat der BGH nun in der Entscheidung XI ZR 17/14 einen Riegel vorgeschoben. Kreditkunden, die ihre Verträge im Jahr 2004 abgeschlossen haben, können immer noch ihre Gebühren zurückverlangen. Branchenkenner rechnen, dass Banken und Sparkassen nunmehr mit Rückforderungen ihrer Kunden in Höhe von bis zu € 13 Mrd. rechnen müssen ...

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