AG HH-St. Georg verurteilt den Halter des bei der HUK-Coburg versicherten Fahrzeuges zur Zahlung der gekürzten Sachverständigenkosten (921 C 321/14 vom 31.10.2014)

Mit Datum vom 31.10.2014 (921 C 321/14) hat das Amtsgericht Hamburg-St. Georg den Halter des bei der HUK-Coburg versicherten Fahrzeuges zur Zahlung der von der Versicherung gekürzten 28,71 € nebst Zinsen verurteilt. In diesem Falle meinte der Halter, den Rechtsstreit selbst führen zu müssen und hat mehrfach darauf hingewiesen, dass nach seiner Auffassung seine Versicherung “zuständig” sei. Hier lag er jedoch falsch. Erstritten wurde dieses Urteil von der Kanzlei Hamburger Meile.

Aus den Entscheidungsgründen:

Gemäߧ 495a ZPO bestimmt das Gericht das Verfahren nach billigem Ermessen. Innerhalb die­ses Entscheidungsrahmens berücksichtigt das Gericht grundsätzlich den gesamten Akteninhalt.

Der Kläger hat den streitgegenständlichen Anspruch schlüssig begründet. Der Kläger hat einen Anspruch gegen den Beklagten auf Erstattung der noch offenen Sachverständigenkosten aus ab­getretenem Recht in Höhe von noch offenen 28,21 €. Der Beklagte haftet nach §§ 7, 17 StVG für den Unfall dem Grunde nach zu 100%, da er dem Geschädigten die Vorfahrt nahm. Sofern der Beklagte den Kläger auf die Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung verweist, ist dieser Hin­weis unerheblich. Der Kläger hat sowohl gegen die Versicherung wie auch den Beklagten einen Anspruch. Gegen wen er diesen geltend macht, obliegt ihm. Hier hat sich der Kläger entscheiden, den Beklagten persönlich in Haftung zu nehmen.

Der Beklagte haftet auch für die noch offenen 28,21 €. Der Ansatz eines Honorars von 451,21 € ist nicht zu beanstanden ...

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