Stromtanken beim Arbeitgeber: Komplizierter als gedacht

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Immer mehr Arbeit­neh­mer fah­ren mit Elek­tro­fahr­zeu­gen zur Arbeit oder nut­zen ein Fahr­zeug des Arbeit­ge­bers – und benö­ti­gen ent­spre­chend Lad­ein­fra­struk­tur am Arbeits­platz. Ob Pri­vat­auto oder (auch) pri­vat genutz­ter Dienst­wa­gen: Arbeit­neh­mer wol­len nach Arbeits­ende gerne mit voll­ge­la­de­ner Bat­te­rie nach Hause fah­ren. Es liegt daher nahe, die Zeit wäh­rend des Arbei­tens zum Auf­la­den zu nutzen.

Der Anfang ist leicht gemacht. Um auf einem Pri­vat­ge­lände (Kun­den­an­lage) Lade­säu­len zu errich­ten, benö­tigt man keine beson­dere behörd­li­che Geneh­mi­gung. Auch der vor­han­dene Netz­an­schluss ist meist aus­rei­chend. Je nach Lade­leis­tung ist eine vor­he­rige Abstim­mung mit dem Netz­be­trei­ber not­wen­dig. Zum Teil sind bereits Lade­ein­rich­tun­gen vor­han­den, die bis­lang für Flot­ten­fahr­zeuge genutzt werden.

Das Laden von Elek­tro­fahr­zeu­gen durch Arbeit­neh­mer wirft für Arbeit­ge­ber den­noch einige Fra­gen auf. Denn damit, dass man eine Lade­mög­lich­keit zur Ver­fü­gung stellt, ist es nicht getan. Wird der Arbeit­ge­ber etwa zum Strom­lie­fe­ran­ten, wenn er sei­nen Arbeit­neh­mern das Laden ermög­licht? Und was folgt dar­aus: Müs­sen Strom­steuer und EEG-Umlage abge­führt wer­den? Brau­che ich einen geeich­ten Zäh­ler? Alleine dadurch, dass der Strom kos­ten­los abge­ge­ben wird, kommt man aus der Sache nicht her­aus, denn die Fäl­lig­keit von Strom­steuer ist z. B. nicht an einen Ver­kauf von Strom geknüpft. Ein Aus­weg kann die ver­trag­li­che Abrede mit dem Arbeit­neh­mer sein, soweit Leis­tungs­ge­gen­stand die Nut­zung der Infra­struk­tur, unab­hän­gig vom Lade­vor­gang, geleis­tet wird. Hilfs­weise wären Aus­nah­men aus der Stromsteuer-Durchführungsverordnung (StromStV) für Mie­ter und Päch­ter zu prü­fen ...

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