Neuregelung – Inkassoanwälte aufgepasst!

von Carola Sieling

Neuregelung – Inkassoanwälte aufgepasst!

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Seit dem 01.11.2014 ist die letzte Änderung des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken in Kraft getreten. Dem Verbraucher soll der genaue Grund und die Höhe der Forderung mitgeteilt werden, so dass ein Überprüfung der Forderung möglich ist, insbesondere soll hiermit unseriösen Internetgeschäften und damit einhergehende zumeist unberechtigte Forderungsschreiben der Riegel vorgeschoben werden.

Rechtsanwälte, die Inkassodienstleistungen erbringen, müssen nunmehr den neu eingefügten § 43 d BRAO beachten. Nach dieser gesetzlichen Regelung muss nun der sogenannte Inkassoanwalt Name und Firma des Auftraggebers, den genauen Forderungsgrund und das Datum des Vertragsschlusses sowie eine konkrete Zinsberechnung mitteilen. Auf Anfrage ist der Rechtsanwalt sogar verpflichtet, die ladungsfähige Adresse seiner Mandantschaft mitzuteilen. Berufsrechtlich ist es so, dass Rechtsanwälte sowieso zur Sachlichkeit verpflichtet sind und keine Forderungen einziehen dürfen, die nicht bestehen. Macht der Anwalt bewusst eine nichtbestehende Forderung geltend, so kann dies sogar strafrechtliche Folgen haben.

Entsprechende Pflichten wurden auch ins Rechtsdienstleistungsgesetz in § 11a für Inkassounternehmen fixiert. Aufsichtsbehörden können vor dem Widerruf der Registrierung schärfere Sanktionen gegen in- und ausländische Inkassodienstleister aussprechen ...

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