Kann Mann in zehn Jahren ein anderer Mensch werden?

von Mirko Laudon

Je­der hat sich wohl schon ein­mal ge­fragt: Kann ich ein an­de­rer Mensch werden?

Ge­rade für Straf­tä­ter ist das eine über­aus be­deut­same Frage: Könnte ein Raub­mör­der, der nach 13 Jah­ren in Haft gleich wie­der neue Über­fälle be­geht und schließ­lich noch ein­mal zu 12 Jah­ren Ge­fäng­nis mit an­schlie­ßen­der Si­cher­heits­ver­wah­rung ver­ur­teilt wird, sein Le­ben um­krem­peln und ein straf­freies Le­ben füh­ren, wenn er wie­der ent­las­sen wird?

Kön­nen Straf­tä­ter grund­le­gend an­dere Men­schen werden?

In der ak­tu­el­len Aus­gabe von „ZEIT Wis­sen“ por­trai­tiert Franz Mechs­ner die­sen Raub­mör­der, der nun – mit Mitte fünf­zig – als Yo­gal­eh­rer in Greifs­wald ar­bei­tet – bar­fü­ßig, in wei­ßer Klei­dung, mit schul­ter­lang wal­len­dem Haar und ei­ner Holz­kette um den Hals. Der bru­tale Mann von einst, dem al­les egal war, ist er heute nicht mehr. Statt­des­sen spricht er mit sanf­ter Stimme, emp­fiehlt Yoga und Me­di­ta­tion als stär­kende Hil­fen auf dem Weg zu Acht­sam­keit und Liebe. In der lan­gen Zeit in Un­frei­heit fand er den Weg in die Acht­sam­keit, erst da wusste er sein Glück zu wür­di­gen: „Das Ver­schwin­den mei­ner Wut hat erst den see­li­schen Raum ge­schaf­fen, in dem meine wei­tere Ent­wick­lung mög­lich wurde.“

Kann ein bru­ta­ler Ver­bre­cher ein lie­be­vol­ler Mensch wer­den? Wie es aus­sieht: Ja. // Foto: Da­niel Stri­cker / pixelio ...

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