Begriffe des Verkehrsrechts, Teil 16: die Betriebsgefahr

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Verkehrsrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen verkehrsrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 15 der Serie der Begriff “bedeutender Schaden” erläutert wurde, geht es heute um die Betriebsgefahr.

Die Betriebsgefahr wird als Begriff immer dann gebraucht, wenn es um die Frage der Haftungsquote bei einem Verkehrsunfall geht. Wer für einen Unfall zu welchen Anteilen haftet, wird zunächst von einer 50:50 – Basis aus betrachtet und dann geschaut, welche Verursachungsbeiträge für den Unfall erwiesenermaßen geleistet wurden. Eine abstrakte Betriebsgefahr eines Fahrzeuges gibt es nicht, es kommt stets auf die Umstände des Einzelfalles an.

Die Betriebsgefahr ist die Gesamtheit aller Umstände, welche, durch die Eigenheit des Kfz bedingt, Gefahr in den Verkehr tragen ...

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