Wölbern Invest: Frankreich 04 droht der Absturz

Den rund 3.300 Anlegern des Wölbern Fonds Frankreich 04 stehen schlaflose Nächte bevor. Der Immobilienfonds steht vor dem Aus, wenn die Anleger nicht rund 10 Millionen Euro nachschießen. Das berichtete das Manager Magazin in seiner Onlineausgabe vom 30.10.2014. Kann der Fonds tatsächlich gerettet werden?

Über 90 Millionen Euro Anlegergelder stehen im Feuer. Bis zum 18.11.2014 haben die Anleger nun Zeit, über einen Restrukturierungsplan abzustimmen, der Nachschüsse der Anleger in Höhe von rund 10 Millionen vorsieht. Den Rest der benötigten 27,4 Millionen Euro soll insbesondere von der HSH Nordbank beigetragen werden. Sollten sich die Anleger nicht mehrheitlich für eine solche Restrukturierung aussprechen, wird der Gang zum Insolvenzgericht wohl unvermeidlich sein.

Neben der Entscheidung über die Restrukturierung des Fonds und Renovierung der Fondsimmobilie steht auch der Notverkauf der Immobilie in Paris zur Abstimmung, sollte sich keine Mehrheit für die Restrukturierung finden. Ein solcher Notverkauf würde aber nur einen geschätzten Verkaufserlös von 85 bis 95 Millionen Euro bringen. In diesem Fall würden die Anleger leer ausgehen und selbst Darlehen könnten nicht vollständig zurückgeführt werden.

Hintergründe der Misere

Die jetzige Situation ist ein Zusammenspiel zumindest zweier Ursachen:

Einstellung der Mietzahlungen durch den Mieter Ernst & Young, WirtschaftsprüfungsgesellschaftRund 20 Millionen Euro sollen, laut Anklageschrift, von Heinrich Maria Schulte, dem ehemaligen Chef von Wölbern Invest, entnommen worden sein.

Frankreich 04 ist derjenige Wölbern Fonds, aus dem im Zuge des Liquiditätsmanagemtentsysems von Schulte das meiste Kapital abgeflossen sein soll. Das entstandene Loch sollen die Anleger nun zumindest anteilig wieder stopfen, um eine Insolvenz zumindest vorläufig abzuwenden ...

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