VG Trier: Hinzufügen eines zweiten Vornamens aus rein persönlichen Gründen unbegründet

von Klaus Wille

Ohne wichtigem Grund kann ein Bürger keinen zweiten Vornamen hinzufügen. Rein persönliche Gründe reichen nicht aus.

1. Sachverhalt

Der Kläger begehrt die Änderung seines Vornamens. Er wollte einen zweiten Vornamen hinzufügen. Der einzutragende zweite Vorname solle „Ivabelle“ lauten. Der bestehende Namen solle auch als Rufname bestehen bleiben. Der feminine zweite Vorname sei als Ehrung für die Gleichstellung der Geschlechter und deren Akzeptanz von ihm gewählt worden. Die Beklagte lehnte dies mit eab. Daher reicht der Kläger Klage ein. Er beantragte, die Beklagte zu verpflichten, seinem Vornamen im Wege der Namensänderung den weiteren Vornamen „Ivabelle“ hinzuzufügen.

2. Urteil des Verwaltungsgerichts Trier vom 07.07.2014 (Az.: 6 K 392/14.TR)

Das Verwaltungsgericht Trier wies die Klage ab.

a) Rechtsgrundlage für die begehrte öffentlich-rechtliche Namensänderung sind die §§ 3, 11 NamÄndG. Auch das Hinzufügen weiterer Vornamen zu einem bereits geführten Vornamen ist eine Vornamensänderung (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. März 2003 – 6 C 26/02).

b) Nach § 3 Abs. 1 NamÄndG darf die Verwaltungsbehörde den Familiennamen auf Antrag abändern, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt ...

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