Urteil: Wenn der Nachbar auf seiner Terrasse Katzenfutter auslegt...

Amtsgericht Bottrop, Urteil vom 10.01.2013 - 20 C 55/12 Urteil: Wenn der Nachbar auf seiner Terrasse Katzenfutter auslegt... Eine Wohnungseigentümerin deponierte auf ihrer eigenen Terrasse und im Gemeinschaftsgarten Leckereien für verwilderte Katzen. Sie wollte diese Tiere anschließend einer ärztlichen Untersuchung zuführen. Die anderen Eigentümer waren dageben, weil es auch Ratten anlockte.

Spätestens dann, wenn die Interessen der anderen Eigentümer betroffen sind, muss ein Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) mit seinen privaten Vorlieben zurückstecken, so das Urteil des AG Bottrop (20 C 55/12). So ist es nicht erlaubt, gegen den Willen der übrigen WEG-Mitglieder auf dem Gemeinschaftseigentum regelmäßig Tierfutter auszulegen, um damit verwilderte Katzen anzulocken, informiert der Infodienst Recht und Steuern der LBS.

Zum Sachverhalt

Eigentlich meinte sie es nur gut. Eine Wohnungseigentümerin legte auf ihrer eigenen Terrasse und im Gemeinschaftsgarten Katzenfutter für verwilderte Katzen aus. Sie wollte diese Tiere anschließend einer ärztlichen Untersuchung zuführen.

Das führte allerdings auch zu unangenehmen Begleiterscheinungen, weil auch Ratten und Vögel angeködert wurden. Darüber hinaus kam es zu nächtlichen Ruhestörungen durch Tiergeräusche. Die Nachbarn hielten das für eine Zumutung. Sie wollten der Miteigentümerin ihre Praktiken untersagen und klagten auf Unterlassung.

Das Urteil des Amtsgerichts Bottrop (20 C 55/12)

Die Miteigentümer können von der Beklagten gemäß §§ 14 Ziffer 1, 15 Abs. 3 WEG, 1004 BGB verlangen, dass sie das Auslegen von Katzenfutter unterlässt ...

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