NSU: “Piatto” soll aussagen – Streit mit Land Brandenburg offenbar beigelegt

von Holger Schmidt

03.11.2014, von Holger Schmidt

Einige Unruhe gab es im Vorfeld der für morgen im NSU-Prozess geplanten Zeugenvernehmung von Carsten S., der als V-Mann “Piatto” bis ins Jahr 2000 für den Verfassungsschutz Brandenburg tätig war. Es ging dabei vor allem um die Frage, ob und wie “Piatto” im Prozess aussagen kann. Doch offenbar sind alle Sicherheitsbedenken des Brandenburger Innenministeriums beseitigt worden: Das Oberlandesgericht München habe zugesichert, den Schutz des V-Mannes gewährleisten zu können, sagte mir heute ein Sprecher des Ministeriums. Diese Zusage reiche aus.

Piatto ist seit dem Jahr 2000 in einem Zeugenschutzprogramm. Denn bis dahin berichtete er seinen V-Mann-Führern (darunter der heutige Präsident des LfV Sachsen, Gordian Meyer-Plath) umfangreich aus der rechten Szene. Eines Tages erzählte er, er habe von drei Skinheads gehört, die auf der Suche nach Waffen seien ...

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