Angriff auf die Davidwache war keine Polizei-Legende

von Mirko Laudon

Es ist nun fast ein Jahr her, genauer gesagt in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2013, als ca. 40 Vermummte die Polizeiwache auf der Reeperbahn (die „Davidwache“) angriffen und drei Polizeibeamte zum Teil schwer verletzten.

Die berühmte „Davidwache“ (PK 15) auf der Reeperbahn in Hamburg // Foto: Arne Bratenstein (CC BY-NC-SA 2.0)

Auseinandersetzung um Deutungshoheit der Ereignisse

In den Tagen und Wochen danach entfachte ein Kampf um die Deutungshohheit der Ereignisse. So behauptete der Rechtsanwalt der linken Szene Andreas Beuth, es sei „kein Beamter vor der Davidwache Ecke Reeperbahn/Davidstraße durch einen Stein oder anderen gefährlichen Gegenstand verletzt worden“ und es habe auch „zu keinem Zeitpunkt Stein– oder Flaschenwürfe auf das Gebäude der Revierwache gegeben; erst recht nicht auf aus der Wache herauskommende PolizeibeamtInnen“. Die Polizei Hamburg musste daraufhin einräumen, dass die Attacke anders ablief als ursprünglich dargestellt: Zwar seien die Opfer keine Polizeibeamten der Davidwache gewesen, sondern eine Streifenwagenbesatzung, die von einer flüchtenden Tätergruppe angegriffen worden seien, die aus der Richtung Davidwache gekommen sei ...

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