Kommentar: Klimaschutzschäden messbar machen

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete gestern, die ersten zehn Monate des Jahres seien so warm ausgefallen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. 2014 hat gute Chancen, das wärmste Jahr seit 130 Jahren zu werden. Und die Folgen der globalen Erwärmung spürt nicht nur Deutschland.


Doch welche Konsequenzen ziehen die Staatschefs? Bei den Klimaschutzkonferenzen geht es wie immer nur um die Lastenverteilung der angeblichen Kosten für den Klimaschutz. Dabei ist längst überall und immer häufiger in Form von Extremwetterereignissen spürbar, dass uns die Kosten der Erderwärmung unendlich viel teurer zu stehen kommen. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig, und nicht mehr nur ferne Belastungen für zukünftige Generationen.


Wie stark die Kosten durch Extremwettereignisse tatsächlich sind, ist jedoch häufig schwer ersichtlich, da diese oft lokal begrenzt stattfinden: Hagelschäden, plötzliche Hochwasser, Stürme, Windhosen o.ä.


Um diese Schäden zu bemessen, hat nun die lokale Agenda 21 in der Stadt Wetter (Ruhr) beschlossen, einen jährlichen Schadensbericht aufzustellen. Das Beispiel des größten Schadens 2013 in Wetter verdeutlicht die Vorgehensweise in dem Bericht. So lag der ehrenamtlich erbrachte Aufwand von Feuerwehr und THW nach dem Starkregen-Ereignis am 20. Juni 2013 bei 200 Arbeitstagen. Dies entspricht knapp der gesamten Jahresarbeitsleistung einer Person ...

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