Beitrag 60: Prüfungsanfechtung Teil II

von Jean Saliba

Prüfungsanfechtung bei erstmaligem und endgültigem Nichtbestehen des juristischen Staatsexamens -

Teil 2 der Beitragsreihe: Das Widerspruchsverfahren

In einem ersten Beitrag (http://www.i-lex.de/index.php/mindestlohn-kommt/162-beitrag-41-pruefungsanfechtung-bei-erstmaligem-und-endgueltigem-nichtbestehen-des-ersten-juristischen-staatsexamens) unserer Reihe zur Prüfungsanfechtung haben wir euch überblicksartig über etwaige Möglichkeiten informiert, die sich grundsätzlich bieten, wenn man das juristische Staatsexamen erstmalig oder endgültig nicht bestanden hat und welche Vorüberlegungen im Rahmen der Vorbereitung eines Verfahrens zeitnah anzustellen sind. In diesem Beitrag möchten wir diese Reihe fortführen. Für den Fall, dass Sie sich für ein Vorgehen gegen die Prüfungsergebnisse entschieden haben sollten, steht auf kurz oder lang das Widerspruchsverfahren ins Haus.

1. Vorfrage - allein oder mit Rechtsbeistand

Ehe es an das Widerspruchsverfahren geht, sollte im Vorfeld die wichtige Frage beantwortet werde, ob ein Vorgehen gegen die Prüfungsergebnisse mit oder ohne Rechtsbeistand organisiert werden sollte.

Unseres Erachtens gibt es lediglich einen „Vorteil“, der zum Vorgehen ohne einen Rechtsbeistand motivieren könnte: Geld. Wer sich je mit dem finanziellen Aufwand auseinandergesetzt hat, den so ein Procedere nach sich ziehen kann, der weiß, das Vorgehen gegen Prüfungsergebnisse mit Rechtsbeistand ist kein Schnäppchen. Dieser finanzielle Aspekt sollte jedoch weder ohne die Kehrseite der Medaille betrachtet werden, noch ohne den „zweiten Teil der Rechnung“. Wir werden auf anfallenden Kosten in einem gesonderten Beitrag eingehen. Jedoch sei so viele vorweggenommen: Kosten fallen so oder so an. Denn auch ohne einen Rechtsbeistand wird man die Kosten des Verfahrens unter Umständen zu zahlen haben. Insoweit gilt es lediglich über den Anteil zu sinnieren, der auf den Rechtsbeistand entfällt ...

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