Kachelmann darf Ex nicht als „Kriminelle“ bezeichnen

von Thorsten Blaufelder

Okt 31

Steht in einem Streit Aussage gegen Aussage, dann müssen sich beide Seiten mit öffentlichen Beschimpfungen zurückhalten. Konkret darf der frühere ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann seine ehemalige Lebensgefährtin Claudia D. nicht als „Kriminelle“ bezeichnen, wie das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe in einem am Donnerstag, 30.10.2014, bekanntgegebenen Urteil vom 22.10.2014 entschied (AZ: 6 U 152/13).

Die Radiomoderatorin D. hatte Kachelmann wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Nach einem bundesweit beachteten Prozess über 44 Verhandlungstage sprach das Landgericht Mannheim Kachelmann am 31.05.2011 aus Mangel an Beweisen frei. In dem auch öffentlich ausgetragenen Streit blieben seitdem beide Seiten bei ihrer jeweiligen Version.

Dabei hatte Kachelmann Claudia D. als „Kriminelle“ und als „Kriminelle aus Schwetzingen“ bezeichnet. Sie verlangte nun die Unterlassung solcher Äußerungen. Das OLG gab ihr bezüglich des konkreten Begriffs „Kriminelle“ recht ...

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