Eine prompte Reaktion von BILD. Oder war´s nur eine zufällig Koinzidenz von Ereignissen?

von Rainer Pohlen

Das Persönlichkeitsrecht eines Menschen ist ein hohes Gut mit Verfassungsrang. Die Verletzung dieses Rechts kann für den Betroffenen – je nachdem, in welcher Form sie geschieht und mit welchen Rückwirkungen das verbunden ist – zu gravierenden Nachteilen führen. Gewalt gegen Menschen oder Beschränkungen ihrer Freiheit gehören sicher zu den schlimmsten Eingriffen in das Persönlichkeitsrecht, aber auch die (öffentliche) Bloßstellung, Beleidigung oder Verleumdung kann Schlimmes anrichten.

Das gilt auch für die sogenannte “Verdachtsberichterstattung” in den Medien, die nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist und jedenfalls mit journalistischer Sorgfalt und Augenmaß versehen sein muss. Und wenn sich ein Verdacht, über den öffentlich berichtet worden ist, als haltlos erweist, dann hat der hiervon Betroffene auch das Recht auf Klarstellung in einer ebenfalls öffentlichen und ebenso wahrnehmbaren Form.

Ich hatte gestern in einem Blogbeitrag über die Berichterstattung bei BILD über ein Strafverfahren gegen “DJ Sash!” wegen angeblicher Vergewaltigung und über den inzwischen erfolgten einwandfreien Freispruch von dem schweren Vorwurf geschrieben. Bereits am Mittwochabend hatte ich mit dem Verfasser des aus meiner Sicht wenig objektiven und schuldsuggerierenden BILD-Beitrags, John Puthenpurackal, telefoniert und diesen aufgefordert, umgehend sowohl in der Printausgabe als auch online über den Freispruch zu berichten. Das war mir auch zugesichert worden ...

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