Echte Unterstützung für pflegende Angehörige oder Tropfen auf den heißen Stein?

Plötzlich pflegebedürftig. Und was nun? Nicht nur der Betroffene selbst steht vor der Frage: Wie geht es weiter? Besonders die Menschen, die ihm nahe stehen und die Entscheidung treffen, ihn auf seinem Weg zu begleiten, von dem oft keiner weiß, wie lang er wird, stehen plötzlich einer Verantwortung gegenüber, die größer kaum sein kann.

Auf diesem Weg sollen Angehörige in Zukunft mehr Unterstützung erhalten, indem die möglichen Leistungen nach dem Familienpflegezeit- und des Pflegezeitgesetzes erweitert werden. Nach den bisher geltenden Regelungen wurde die Familienpflegezeit nur von wenigen genutzt. 2013 waren es nur etwa 150 Arbeitnehmer.

Das Familienministerium hat hierzu einen Gesetzesentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vorgelegt, dem das Bundeskabinett bereits zugestimmt hat und der am 01.01.15 in Kraft treten soll.

Was sind die Kernpunkte des Entwurfes?…

Zehn Tage Pflegeunterstützungsgeld:

Nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) können Arbeitnehmer bis zu zehn Tage von der Arbeit fernbleiben, um sich um einen akuten Pflegefall in ihrer Familie zu kümmern (§ 2 Abs.1 PflegeZG). Während dieser Zeit soll der Arbeitnehmer zukünftig das sog. Pflegeunterstützungsgeld erhalten. Voraussetzung ist: Eine akute Pflegesituation eines pflegebedürftigen Angehörigen tritt ein, die es erforderlich macht, der Arbeit fern zu bleiben um eine angemessene Pflege zu garantieren oder zu organisieren.

Die Berechnung erfolgt entsprechend zum Kinderkrankengeld. Hierfür wird zukünftig das während der Freistellung ausgefallene Arbeitsentgelt herangezogen.

Sechs Monate Pflegezeit plus zinsloses Darlehen:

Nach wie vor sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sechs Monate aus dem Beruf aussteigen oder Stunden reduzieren können, um einen nahen Angehörigen zu Hause zu pflegen ...

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