55.000 Euro Anwaltsgebühren für ein paar Stunden Arbeit – Zu Recht?

von Andreas Stephan

Derzeit erregt ein Rechtsstreit in Bayern überregionale Aufmerksamkeit: Ein Arbeitsrechtler verlangt 55.000 Euro Anwaltsgebühren für die Ausarbeitung eines Geschäftsführervertrages. Dabei setzte er nicht etwa hohe Stundensätze, sondern lediglich die gesetzlichen Gebühren an. Jetzt soll die Anwaltskammer weiterhelfen.

Ein Italiener wurde zum Geschäftsführer eines internationalen Ingenieursunternehmen berufen mit einem Jahresverdienst von etwa 500.000 Euro und einem Maserati Ghibli als Firmenwagen. Zuvor ließ er seinen Geschäftsführervertrag von dem Münchner Anwalt prüfen. Dabei wurde vereinbart, dass entweder gut 290 Euro pro Stunde anfallen sollten, oder die gesetzliche Gebühr, falls diese höher sei. Im Ergebnis war sie das. Wieviele Stunden genau gearbeitet wurden, ist nicht bekannt. Jedenfalls berechnete der Anwalt für seine Tätigkeit 55 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK