Neue Anordnungen über den Kirchlichen Datenschutz in Diözesen und Ordensgemeinschaften päpstlichen Rechts

von Dr. Sebastian Ertel

Auf der Herbsttagung im November 2013 hat die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands die Inkraftsetzung einer neuen „Anordnung über den Kirchlichen Datenschutz“ (KDO) beschlossen.

Entsprechendes hat die Mitgliederversammlung der Deutschen Ordensobernkonferenz im Juni 2014 für die Ordensgemeinschaften päpstlichen Rechts verabschiedet.

Warum zwei separate Beschlüsse?

Orden päpstlichen Rechts unterfallen als autonome Institutionen nicht dem Gesetzgebungsrecht des Bischofs. Diese gehören nicht zu dessen Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich:

„Dem Diözesanbischof kommt in der ihm anvertrauten Diözese alle ordentliche, eigenberechtigte und unmittelbare Gewalt zu, die zur Ausübung seines Hirtendienstes erforderlich ist; ausgenommen ist, was von Rechts wegen oder aufgrund einer Anordnung des Papstes der höchsten oder einer anderen kirchlichen Autorität vorbehalten ist.“ (Canon 381 § 1 Codex Iuris Canonici)

Die Orden päpstlichen Rechts müssen daher in eigener Verantwortung über ihre KDO entscheiden.

Umsetzung in der Diözese bzw. Orden?

Durch die Beschlüsse des Verbandes der Diözesen Deutschlands bzw. der Mitgliederversammlung der Deutschen Ordensobernkonferenz gilt die KDO nicht unmittelbar, sondern muss vorher zwingend durch den Bischof (Diözese) bzw. Ordensobere(n) (Orden päpstlichen Rechts) in Kraft gesetzt werden. Hinsichtlich der Neufassung der KDO ist dies in den Diözesen bereits geschehen, in den Orden päpstlichen Rechts erfolgt dies sukzessive.

Welche Änderungen bringen die neuen KDO mit sich?

Überwiegend gleichen sich die Änderungen in den Diözesen- bzw. Ordensfassungen. Die wesentlichen Änderungen werden nachfolgend kurz dargestellt ...

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