Werbeanzeigen müssen deutlich gekennzeichnet werden

Eigener Leitsatz:

Wird in einer Zeitschrift eine Werbeanzeige abgedruckt, so muss diese auch hinreichend als solche gekennzeichnet und der werbliche Charakter deutlich und auch für den flüchtigen Verkehr unübersehbar klargestellt werden. Nicht ausreichend ist dabei, über eine dünne Trennlinie das Wort �Anzeige� in derart kleiner Schrift abzudrucken, dass dieses bei der Betrachtung nicht sofort wahrgenommen wird. Bei einer doppelseitigen Werbeanzeige liegt kein ausreichend deutlicher Hinweis auf Werbung vor, wenn das Wort �Anzeige� auf der rechten und damit erst auf der zweiten Seite des Artikels neben der Seitenzahl platziert wird.

Landgericht Düsseldorf

Urteil vom 02.04.2014

Az.: 12 O 78/13

Tenor

1. Die Beklagte verurteilt, es zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr

a. in redaktionellen Beiträgen auf Titelseiten über Unternehmen und deren Angebote unter Verwendung von Fotos zu berichten, ohne in diesem Zusammenhang eine deutlich sichtbare Anzeigenkennung im oberen rechten Bereich der Anzeige vorzunehmen,

wenn dies geschieht wie auf den nachfolgend abgebildeten Titelseite des Magazins "T2", Ausgabe 46/2012

und/oder

b. in einzelnen Beiträgen über Unternehmen und deren Angebot im Rahmen einer beidseitigen Anzeige zu richten, wenn die Anzeigenkennzeichnung lediglich auf der rechten der beiden Seiten erfolgt,

wenn dies geschieht, wie in der nachfolgend abgebildeten Anzeige mit dem Titel "Der Zuspruch ist enorm" auf den Seiten 16/17 der Ausgabe 46/2012 der Zeitschrift "T2"

und/oder

c. Eigenwerbung für das Magazin "T2" zu betreiben mit den Aussagen "Sämtliche Entscheider" und/oder "in 2012 über 5,5 Million Kontakte in der Schuhbranche",

wenn dies geschieht, wie bei der nachfolgend abgebildeten Seite 2 der Ausgabe 46/2012 der Zeitschrift "T2"

und/oder

d ...Zum vollständigen Artikel


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