Der ganz normale Wahnsinn

Dass Unternehmen und Behörden jeden Tag eine unheimliche Menge an Daten über uns sammeln, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Der Grünen-Politiker Malte Spitz hat sich die Mühe gemacht, herauszufinden, welche Datenspuren er im Alltag hinterlässt.

Mit Mobilfunkdaten fing es an

Der Netzaktivist und Grünen-Politiker hatte erstmals 2009 für Aufsehen gesorgt, als er die Deutsche Telekom auf Herausgabe seiner Telekommunikationsverkehrsdaten verklagte. Die Daten wurden ihm im Rahmen eines Vergleichs überlassen und von der Agentur Open DataCity in eine interaktive Grafik eingepflegt, die 2001 auf Zeit Online veröffentlicht wurde. Es entstand ein Bewegungsprofil über 6 Monate, über das sogar auf der Titelseite der New York Times berichtet wurde.

Sammelwut im Alltag

Anschließend wollte er wissen, wer außer seinem Telefonanbieter noch Daten über ihn sammelt und machte sich daran, Auskunftsersuchen an Behörden und Unternehmen zu schicken. Wieder kam Erstaunliches zu Tage: Selbst die alltäglichsten Vorgänge wie Bestellung von Büchern oder CDs, ein Arztbesuch, Verspätungen bei der Bahn oder die Beantragung einer Kreditkarte hinterlassen tiefe Spuren, die auch Jahre später noch gefunden werden ...

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