10 Gründe, warum ein Scheidungstermin ausfallen kann

von Klaus Wille

Der Scheidungstermin findet vor dem Familiengericht statt.

Die Medien berichten darüber, dass der Scheidungstermin von Frau Jenny Elvers “schon” zum zweiten Mal verschoben wurde. Die entsprechenden Zeitungen oder Zeitschriften tun so, als sei dies etwas Besonderes. Nach § 227 Abs. 1 der Zivilprozessordnung ist das Gericht verpflichtet, einen anberaumten Verhandlungstermin zu verlegen, wenn hierfür erhebliche Gründe vorliegen.Dies kommt häufig vor. Hier sind einige Gründe, warum ein Scheidungstermin ausfallen kann (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

1. Krankheit einer der Eheleute oder der Rechtsanwälte

In der Regel soll das Gericht das persönliche Erscheinen der beiden Eheleute anordnen und sie dann anhören (vgl. §128 FamFG). Wenn einer der Parteien nachweislich erkrankt ist, wird auf Antrag auch der Anhörungstermin verschoben. Die Erkrankung muss glaubhaft gemacht werden, d.h. es sollte ein Attest vorgelegt werden.

2. Antrag einer der Beteiligten auf Regelung der Folgesache

Über die Scheidung und sog, Folgesachen ist zusammen zu verhandeln und zu entscheiden (Verbund; §137 Abs. 1 FamFG).

Folgesachen sind u.a. Angelegenheiten: Versorgungsausgleichssachen; Unterhaltssachen, sofern sie die Unterhaltspflicht gegenüber einem gemeinschaftlichen Kind oder die durch Ehe begründete gesetzliche Unterhaltspflicht betreffen; Ehewohnungs- und Haushaltssachen und Güterrechtssachen. Wenn der eigentliche Scheidungstermin feststeht und dann 2 Woche vor dem Termin ein Antrag auf Regelung der Folgesache gestellt wird, dann wird der Termin verschoben. Ein Antrag auf Sorgerecht kann sogar noch einen Tag vor dem Scheidungstermin eingereicht werden. Dann wird in der Regel der Scheidungstermin auch verschoben.

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