SV: Freie Wahl der Verkehrsmittel

von Oliver Stilz

Oliver Stilz | 28. Oktober 2014

Ein Unglück bei einem längeren Fußmarsch zu einer Bushaltestelle fällt auch dann unter den Schutz der Unfallversicherung, wenn eine andere Haltestelle deutlich näher am Wohnort des Opfers liegt. Das hat das Sozialgericht Heilbronn im Fall eines Beschäftigten entschieden, der im Winter zu Fuß mehr als einen Kilometer zu einer Haltestelle gelaufen war. Beim Überqueren eines Zebrastreifens wurde der Mann von einem Auto angefahren und brach sich mehrfach den Unterschenkel. Die zuständige Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BG) lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab: Der Kläger habe nicht den unmittelbaren Weg zur Arbeit genommen, da sich ca. 290 Meter von seiner Wohnung entfernt eine nähere Haltestelle befinde.

Nach Ansicht der Richter muss die BG den Unfall dennoch anerkennen. Zwar hätte der Beschäftigte schneller von der deutlich näheren Haltestelle zur Arbeit fahren können ...

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