Kein Schmerzensgeld bei Arbeits- und Wegeunfällen

von Ines Gläser

Bei Arbeits- und Wegeunfällen ist von der Berufsgenossenschaft kein Schmerzensgeld zu erwarten.

Arbeitsunfall

Ein Arbeitsunfall oder auch Betriebsunfall ist ein Unfall, der sich im Rahmen der arbeitsvertraglich geschuldeten Tätigkeit ereignet. Doch nicht jeder Unfall, der während der Arbeitszeit geschieht, ist immer auch ein Arbeitsunfall. Geht ein Arbeitnehmer während der Arbeitszeit im Betrieb privaten, sogenannten “eigenwirtschaftlichen Tätigkeiten” nach wie z.B. Essen, Trinken, Rauchen, Spazierengehen in der Mittagspause, greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht.

Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht

Wegeunfall

Ein Wegeunfall ist ein Unfall, der sich auf dem direkten Weg von und zur Arbeit ereignet, wobei die Betonung auf dem Wort “direkt” liegt. Grundsätzlich ist nur der “unmittelbaren” Weg von oder zur Wohnung versichert, wobei allerdings der “unmittelbare” nicht unbedingt der “kürzeste” Weg sein muss, beispielsweise dann, wenn der weitere Weg der verkehrsgünstigere ist.

Bei der Wohnung muss es sich übrigens nicht um den Hauptwohnsitz handeln, auch der Weg von und zur Zweitwohnung ist versichert. Darüber hinaus sind auch bestimmte Umwege versichert, z.B. Fahrten im Rahmen einer Fahrgemeinschaft oder Fahrten zum Kindergarten/zur Kindertagesstätte.

Der Weg zur Arbeit beginnt mit dem Durchschreiten der Haustür und endet mit dem Erreichen der Arbeitsstätte. Stürzt ein Arbeitnehmer z.B. kurz vor Verlassen der Wohnung, kann ein Wegeunfall nicht geltend gemacht werden.

Arbeitsunfälle und Wegeunfälle gehören zu den Versicherungsfällen der gesetzlichen Unfallversicherung, deren Träger die Berufsgenossenschaften sind ...

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