Fremde Wortmarke als Key-Word im Meta-Tag

von Florian Daniel

Fremde Wortmarke als Key-Word im Meta-Tag von Florian Daniel • 28.10.2014 Abmahnung | Domainrecht | Fernabsatz | Markenrecht | Onlinerecht / IT-Recht | Wirtschaft „Fremde Wortmarke als Key-Word im Meta-Tag einer Internetpräsenz – ein No-Go“

Ein für die Markeninhaberin geführtes Verfahren hat einmal mehr gezeigt, wie lohnend es ist, sich im Vorfeld juristischen Rat einzuholen. Selbst im Kreise von Webdesignern, Programmierern und Webseitenoptimierern hat sich offensichtlich (noch) nicht herumgesprochen, dass die Nutzung einer Fremden Marke als Key-Word im Metatag markenrechtliche Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche nach sich zieht.

So hatte der Geschäftsführer unserer Mandantin feststellen müssen, dass eine Berliner Mitbewerberin nicht nur den Werbeslogan, sondern insbesondere das zu Gunsten der Gesellschaft geschützte Wortzeichen in den Meta-Tags als Key-Word aufgeführt hat.

So hatte unsere Mandantin sich unter Nutzung einschlägiger Begriffe über die Suchmaschine Google selbst gesucht und freute sich, innerhalb der ersten drei Treffer der natürlichen Suchergebnisse zu landen.

Verwunderlich war dabei jedoch, dass die Internetpräsenz einer Mitbewerberin gleich unterhalb des auf die Markeninhaberin verweisenden Treffers aufgeführt wurde. Der Blick in den Quelltext der Internetpräsenz der Mitbewerberin lüftete das „Geheimnis“ ihres Suchmaschinenerfolges. Denn im Meta-Tag wurde als Key-Word sowohl der Werbeslogan unserer Mandantin als auch die zu ihren Gunsten eigetragene Wortmarke angegeben, so dass die Suchmaschine Google unter anderem bei Eingabe des Wortzeichens die Internetpräsenz der Mitbewerberin gleich unterhalb der Markeninhaberin aufführte.

Dabei hat der Bundesgerichtshof bereits mit Urteil vom 18.05 ...

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