Kommentar: EU-Klimaverhandlungen ohne Strategiewechsel – World Forum Lille zeigt, globale Abkühlung ist machbar

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Am 23.10. sitzen wieder die EU-Regierungschefs in Brüssel zusammen, um einen Weg zum Klimaschutz zu finden. Und wieder gibt es keinen Strategiewechsel.


Festgehalten wird an der alten wirkungslosen Klimaschutzstrategie, die im Ergebnis im letzten Jahr zu einer globalen Rekordemission von Kohledioxid führte.


Festgehalten wird an schwachen Emissionsreduktionszielen von 30 oder 40 Prozent im Vergleich zu 1990, statt endlich eine emissionsfreie Wirtschaft anzustreben. Dabei muss man bedenken, dass, selbst wenn das Unwahrscheinliche eintritt und die Staatschefs eine 40%ige Emissionsreduktion bis 2030 beschließen, es immer noch erlaubt sein wird, 60% der klimaschädlichen Treibhausgase in eine bereits hochgradig überlastete Erdatmosphäre zu emittieren.


Festgehalten wird an völlig wirkungslosen Klimaschutzmaßnahmen wie dem Emissionshandel, der bisher absolut nichts zum Klimaschutz beigetragen hat und sicherlich auch in Zukunft nichts beitragen wird, weil er eben strukturell völlig falsch angelegt ist.


Festgehalten wird am alten Energiesystem, in dem immer noch mindestens 70% oder gar 73% des europäischen Energieverbrauchs fossil/atomar erzeugt werden sollen, statt endlich das klare Ziel einer 100%igen Erneuerbare-Energien-Versorgung der EU anzustreben. Dies zementiert die Energieabhängigkeit der EU von Russland und anderen Lieferländern und führt zu einer weiteren geopolitischen Krisenentwicklung, wie man sie bereits in der Ukraine und im Irak verfolgen kann ...

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