Die erfundene Vergewaltigung als mittelbare Freiheitsberaubung

Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung einer Lehrerin wegen schwerer Freiheitsberaubung bestätigt, die einen Kollegen wegen Vergewaltigung falsch belastet hatte.

Die Angeklagte Heidi K., die als Lehrerin in der Georg-August-Zinn-Gesamtschule in Reichelsheim tätig war, zeigte ihren Kollegen, den Studienrat Horst Arnold, an und beschuldigte ihn wahrheitswidrig, sie am 28.08.2001 in einem Schulraum vergewaltigt zu haben.

Das Landgericht Darmstadt verurteilte daraufhin Arnold am 24.06.2002 wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und ordnete seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, nachdem die als Nebenklägerin auftretende Heidi K. auch in der Hauptverhandlung den Vorwurf aufrechterhalten hatte. Die gegen das Urteil eingelegte Revision Arnolds verwarf der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 13.12 2002 als offensichtlich unbegründet, weil ein Rechtsfehler des Urteils nicht erkennbar sei.

Horst Arnold befand sich seit dem 2.10.2001 in Untersuchungshaft sowie anschließend im Maßregelvollzug und in Strafhaft. Da er bis zuletzt dabei blieb, seine Kollegin nicht vergewaltigt zu haben, wurde ihm auch eine Reststrafenaussetzung versagt, er wurde erst nach vollständiger Verbüßung der Freiheitsstrafe am 29.09.2006 entlassen.

Infolge seiner Verurteilung hatte er auch seine Anstellung als Lehrer verloren ...

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