Videoüberwachung – da, wo Sie sie vielleicht nicht erwartet hätten

Dass es mittlerweile in vielen Einkaufszentren, an Bahnhöfen und auch an einigen öffentlichen Plätzen Videoüberwachung gibt, dürfte den Meisten hinlänglich bekannt sein. Jetzt haben Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) ergeben, dass in Deutschland aber auch...

Dass es mittlerweile in vielen Einkaufszentren, an Bahnhöfen und auch an einigen öffentlichen Plätzen Videoüberwachung gibt, dürfte den Meisten hinlänglich bekannt sein. Jetzt haben Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) ergeben, dass in Deutschland aber auch immer häufiger KfZ-Nummernschilder durch Kameras an Parkhäusern, Autowaschanlagen und Campingplätzen automatisch erfasst werden – zumeist ohne Wissen der Betroffenen. Wozu? Mag man da fragen und vor allem: Ist das überhaupt zulässig? Den Recherchen zufolge setzen hunderte private Unternehmen in Deutschland Kameras mit spezieller Software an und auf ihren Firmengeländen ein, um Kennzeichen durchfahrender Autos zu erfassen, zu speichern und ggfs. auszuwerten, z.B. zur „Marketingerfolskontrolle“(vgl. hierzu auch den Bericht des NDR). Anscheinend sind die wenigsten Anlagen von Datenschützern geprüft. Zum rechtlichen Hintergrund: Unter Datenschützern gelten Nummernschilder als personenbezogene Daten, da über KfZ-Kennzeichen ein Rückschluss auf die Person sehr leicht möglich ist. Folgt man dieser Einschätzung, dann sind Fahrzeugkennzeichen genauso schützenswert wie der eigene Name und die private Telefonnummer und es bedarf einer Rechtsgrundlage, die eine etwaige Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung der Kennzeichen legitimiert ...Zum vollständigen Artikel


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