Moderne Zeiten - Bundeskartellamt gibt alte Marktabgrenzung im Gasbereich auf

Der Schritt war lange erwartet worden. Das Bundeskartellamt hat seine überkommene Marktabgrenzung im Gasbereich geändert. Unmittelbarer Anlass war das Fusionskontrollverfahren EWE / VNG (Gesch.-Z. B 8 – 69/14). Das Bundeskartellamt hat den Erwerb alleiniger Kontrolle über VNG durch die EWE ohne Auflagen freigegeben und hierüber in einer Pressemitteilung berichtet (vgl. hier).

In dieser Pressemitteilung stellt das Bundeskartellamt seine neue Marktabgrenzung im Gasbereich dar:

Das Bundeskartellamt gibt die bisherige Unterscheidung zwischen der Belieferung durch überregionale Ferngasgesellschaften und regionaler Ferngasunternehmen auf und fasst beide Marktstufen zu einer einheitlichen Gasgroßhandelsstufe zusammen, die auch die Gashändler (ohne konzernverbundene Netzbetreiber) beinhaltet. Die praktisch wesentlich bedeutsamere Änderung liegt darin, dass dieser Großhandelsmarkt für Erdgas bundesweit abgegrenzt wird. Nach der alten Praxis war das Bundeskartellamt von netzbezogenen oder jedenfalls marktgebietsbezogenen räumlichen Marktabgrenzungen ausgegangen.

Auf der Endkundenseite unterscheidet das Bundeskartellamt zwischen einem Markt für die Belieferung von leistungsgemessenen Kunden (RLM-Kunden, insbesondere Industriekunden) und Standardlastprofilkunden (SLP-Kunden, Haushaltskunden). Ersteren Markt grenzt das Bundeskartellamt jetzt bundesweit ab ...

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