Ist eine von einem Zahnarzt eingegliederte Brücke (noch) nachbesserungsbedürftig muss der Patient darauf hingewiesen werden.

von Nino Herding

Ein Zahnarzt handelt grob behandlungsfehlerhaft, wenn er einen Patienten ohne ausdrücklichen Hinweis darauf entlässt, dass eine von ihm eingegliederte Brücke nachbesserungsbedürftig ist.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 12.09.2014 – 26 U 56/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte sich der Kläger vom beklagten Zahnarzt im Dezember 2007 im Oberkiefer eine Brücke eingliedern lassen. Diese wies am Kronenrand eine Stufe zu den natürlichen Zähnen auf, so dass die Kronenränder abstanden, was vom Beklagten bei der letzten Behandlung des Klägers im Januar 2008 nicht beseitigt worden war.
Erst im Dezember 2008 suchte der Kläger aufgrund von Beschwerden wegen der Brückenkonstruktion den Beklagten erneut auf, brach die Behandlung dort dann aber Anfang des Jahres 2009 ab und ließ sich von einem anderen Zahnarzt weiter behandeln.
Mit der Begründung mangelhaft behandelt worden zu sein und erhebliche Beschwerden beim Kauen sowie Entzündungen im Mundraum zu haben, verlangte er von dem Kläger Schmerzensgeld.

Der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm sprach dem Kläger 1.000 Euro Schmerzensgeld zu ...

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