Erstattung Schadenssachverständigen nur wenn marktüblich?

Das Landgericht Stuttgart hat entschieden, dass der Geschädigte eines Verkehrsunfalls vom Schädiger und dessen Haftpflichtversicherung regelmäßig die vom Sachverständigen in Rechnung gestellten Kosten ersetzt verlangen kann, außer diese liegen deutlich über den marktüblichen Preisen und die Abweichung war für den Geschädigten ohne weiteres erkennbar ( Urteil vom 16.07.2014, Az.: 13 S 54/14). Dabei muss der Geschädigte keine Marktforschung anstellen. Soweit der Sachverständige die Kosten aus abgetretenem Recht des Geschädigten geltend mache, gelte nichts anderes. Das Landgericht Stuttgart änderte damit ein Urteil des Amtsgerichts Schorndorf auf die Berufung der Klägerin ab. Diese ist ein Unternehmen, das Leistungen im Bereich der Forderungs- und Honorarabrechnung erbringt und im zugrunde liegenden Fall aus abgetretenem Recht die Erstattung restlicher Sachverständigenkosten begehrt. Als Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers haftet die Beklagte zu 100% für die durch den Unfall entstandenen Schäden. Zur Feststellung der Höhe der ihr entstandenen Reparaturkosten und der Nutzungsentschädigung hat die Unfallgeschädigte ein Sachverständigenbüro mit der Erstellung eines Haftpflichtschadensgutachtens beauftragt. Das Gutachten wies Reparaturkosten von 1.954,43 € netto und eine Wertminderung von 300 € aus ...

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