Zum Abheben: Red Bull werden die Flügel gestutzt

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Nicht nur beim Block­bus­ter am Sonn­tag­abend kann man den All­tag hin­ter sich las­sen. Auch in den Wer­be­pau­sen dazwi­schen wird einem sug­ge­riert, wie ein­fach alles sein könnte. Strah­lend weiße Zähne mit der rich­ti­gen Zahn­pasta. Nie mehr Fle­cken auf der Lieb­lings­bluse mit dem rich­ti­gen Wasch­mit­tel. Und ein ganz fri­sches Lebens­ge­fühl stellt sich mit dem Kauf eines Neu­wa­gens ein. Wich­tig ist eben nur: das eine bestimmte Pro­dukt muss es sein und nicht das der Kon­kur­renz. Aber glück­li­cher­weise ist sich der mün­dige Ver­brau­cher ja dar­über im Kla­ren, dass man die Ver­spre­chun­gen in der Wer­bung nicht wört­lich neh­men kann. Oder doch nicht?

“Red Bull ver­leiht Flü­gel”, so wirbt der Her­stel­ler des koffe­in­hal­ti­gen Erfri­schungs­ge­tränks. Gegen diese Behaup­tung hat ein Kunde in den USA nun vor dem New Yor­ker Bezirks­ge­richt geklagt. Er hatte zwar nicht erwar­tet, dass er nach dem Kon­sum des Getränks durch die Lüfte schwe­ben würde wie die Comic-Darsteller in den TV-Spots des öster­rei­chi­schen Unter­neh­mens. Aber zumin­dest mit einer höhe­ren Leis­tungs­fä­hig­keit und bes­se­ren Reak­ti­ons­fä­hig­keit hatte er schon gerech­net. Doch trotz eines regel­mä­ßi­gen Kon­sums seit dem Jahr 2002 wollte sich nichts der­glei­chen ein­stel­len. Des­halb klagte der Kunde wegen irre­füh­ren­der Wer­bung. Die Wir­kung des Energy Drinks sei nicht anders als die einer her­kömm­li­chen Tasse Kaf­fee oder die aus ande­ren Kof­fe­in­quel­len. Genau das würde der Kon­zern mit sei­ner Wer­bung aber suggerieren.

Die Red Bull GmbH sieht das zwar nicht so und steht nach wie vor hin­ter ihren Wer­be­aus­sa­gen. Den­noch hat sie sich vor­sorg­lich mit dem Klä­ger auf einen Ver­gleich über 13 Mio. Dol­lar geei­nigt ...

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