Verkehrsrecht Saarlouis: Auch kein Verweis auf eine Billigwerkstatt bei Treue gegenüber einer freien Werkstatt (Urteil des Amtsgerichts Saarlouis vom 13.08.2014, AZ: 26 C 50214 (11))

von Klaus Spiegelhalter

Es entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass auch im Rahmen einer fiktiven Abrechnung eine Verweisung des Geschädigten auf eine günstigere Drittwerkstatt nicht zulässig ist, wenn der Geschädigte nachweisen kann, dass er markentreu ist (siehe hierzu insbesondere das BGH-Urteil vom 20.10.2009, Aktenzeichen: VI ZR 53/09 – sogenanntes VW Urteil).

Zu finden unter:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=b2dfbb97bab5933953de569360f46f63&nr=50257&pos=0&anz=1

Auf Grundlage dieser Entscheidung hat das Amtsgericht Saarlouis in der oben genannten ausgesprochen sorgfältig begründeten Entscheidung dargelegt, dass ein Verweis auf eine Drittwerkstatt in dem zu entscheidenden Fall ebenfalls nicht infrage kommt.

Das Amtsgericht führt hierzu wie folgt aus:

„Dem Kläger steht zunächst einmal eine Reparaturkostenerstattung auf der Grundlage einer Kalkulation einer markengebundenen Vertragswerkstatt zu.

Bei Fahrzeugen, die älter als drei Jahre sind und eine höhere Laufleistung als 100.000 km haben, ist dies jedoch, bei entsprechender Beanstandung und Begründung durch den Schädiger, nur dann der Fall, wenn der Geschädigte ein besonderes Vertrauen zu der Fachwerkstatt, zum Beispiel aufgrund ständiger Inanspruchnahme einer gebundenen Fachwerkstatt, belegen kann ...

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