Fotorecht für (Sport-) Journalisten

von Dr. Markus Wekwerth

Im Rahmen des Verbandstages des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) am 20.10.2014 in Stuttgart waren einige fotorechtliche Fragen auszumachen, die immer wieder in ähnlicher Form gestellt wurden. Diese werde ich daher im Nachgang nochmals schwarz auf weiß beantworten. Da die Fragestellungen im Rahmen einer Tagung von Sportjournalisten aufgekommen sind, sind diese in gewisser Weise spezifisch, die Antworten aber auch auf andere Lebensbereiche übertragbar.

Aus Platzgründen sind die Antworten allgemein gehalten und vermögen eine rechtliche Einzelfallprüfung natürlich nicht zu ersetzen. Gleichwohl bieten die Antworten hinreichende Anhaltspunkte für eine eigene Einschätzung durch den Journalisten bzw. das publizierende Medium.

Muss die Verweigerung einzelner Sportler bei der Bildnutzung beachtet werden?

itsmejust / Shutterstock.com

Es wurde mehrfach der Beispielfall geschildert, dass ein einzelner Spieler eines Drittligafußballvereins die anwesenden Fotografen vor dem (öffentlich zugänglichen) Spiel ausdrücklich darauf hinweist, dass er nicht fotografiert werden will und er die Veröffentlichung etwaiger Aufnahmen ausdrücklich untersagt. Dem juristisch nicht vorgebildeten Journalisten können angesichts dieser klaren Worte Bedenken kommen, ob er tatsächlich bei der Herstellung der Aufnahmen und/oder deren späterer Verwendung einzelne Sportler auf deren Wunsch ausnehmen muss.

Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig, die Begründung differenzierter. Natürlich muss ein Sportler, der sich mit seinem Sport in die Öffentlichkeit begibt - unabhängig vom Niveau der Sportausübung – damit leben, dass er bei der Ausübung auch wahrgenommen wird. Er muss folglich auch damit rechnen, dass er während des Geschehens abgebildet wird und hat seine persönlichkeitsrechtlichen Interessen insoweit zurückstellen ...

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