Den Ferrari von der Steuer absetzen

von Julian Jansen
Ferrari F430 Spider

"Einen Ferrari fahren und die Kosten dafür von der Steuer absetzen? Kein Problem!", dachte sich ein selbstständiger Tierarzt - und wurde zuerst vom Finanzamt, dann vom Finanzgericht (FG) und abschließend auch noch vom Bundesfinanzhof (BFH) eines Besseren belehrt.


Der Inhaber einer erfolgreichen Tierarztpraxis ist ein Sportwagenfan und erfüllte sich seinen Traum: Er leaste einen Ferrari Spider mit 400PS, V8-Mittelmotor, Heckantrieb - und das Ganze auch noch als Cabrio! Da schlägt das Herz eines jeden, "Petrolhead" natürlich sofort höher! Übrigens fuhr der Tierarzt vor dem Ferrari einen Porsche Boxster S. Ob er sich darüber beklagte, dass der Porsche beim Zurückschalten ruckelt, ist nicht überliefert. Zu diesem Thema lest gern in meinem Blog-Artikel "Hilfe, mein Porsche ruckelt".

In einem Fahrtenbuch vermerkte der Tierarzt, welche Fahrten mit dem Ferrari betrieblich veranlasst waren. Innerhalb von drei Jahren nutzte er den Sportwagen dabei gerade einmal an 20 Tagen betrieblich. Bei der Steuererklärung zog er von den Gewinnen seiner Praxis stattliche 14 Euro für jeden Kilometer ab, den er mit dem Ferrari zurückgelegt hatte (man denke dabei an die mickrige Kilometerpauschale bei Werbungskosten von gerade einmal 0,30 Euro pro Kilometer, die Ottonormal-Steuerpflichtiger von seinen Einkünften abziehen darf).

Der BFH hatte nun zu entscheiden, ob die Kosten für den Ferrari einen "unangemessenen Repräsentationsaufwand" darstellen. Unangemessene Aufwendungen können nämlich nicht vom steuerpflichtigen Gewinn abgezogen werden, siehe § 4 Abs. 5 S. 1 Nr ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK