4A_290/2014: Anforderungen an die Begründung einer Berufung

von Roland Bachmann

Die Berufungsinstanz trat auf eine Berufung nicht ein, weil die Anforderungen an die Begründung gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt waren. Gegen diesen Entscheid erhob die Berufungsklägerin erfolglos Beschwerde beim Bundesgericht (Urteil 4A_290/2014 vom 1. September 2014).


Das Bundesgericht fasste seine Rechtsprechung zusammen und erwog insbesondere, die Berufungsschrift bestehe lediglich aus einer Kopie der Rechtsschriften aus dem erstinstanzlichen Verfahren, ergänzt mit einer Kritik zum Kostenentscheid der ersten Instanz. Mit einer solchen Schrift habe die Klägerin nicht aufgezeigt, inwiefern der angefochtene Entscheid fehlerhaft war. Es könne nicht angehen, das erstinstanzliche Urteil zu ignorieren und so zu tun, wie wenn die Berufungsinstanz genau die gleiche Arbeit wie die Vorinstanz nochmals zu erledigen habe (vgl. zum Ganzen E. 3.2).

Wörtlich führte das Bundesgericht das Folgende aus:
"3.1. Selon l'art. 311 al. 1 CPC, il incombe au recourant de motiver son appel. Selon la jurisprudence, il doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'instance d'appel puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1 p. 375). Même si l'instance d'appel applique le droit d'office (art. 57 CPC), le procès se présente différemment en seconde instance, vu la décision déjà rendue. L'appelant doit donc tenter de démontrer que sa thèse l'emporte sur celle de la décision attaquée ...
Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK