Vorläufige Zulassung zum Unterricht der 8. Klasse

Gemäß § 59 Abs. 4 Satz 1 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) kann eine Schülerin oder ein Schüler den nächsthöheren Schuljahrgang einer Schulform oder eines Schulzweigs erst besuchen, wenn die Klassenkonferenz entschieden hat, dass von ihr oder ihm eine erfolgreiche Mitarbeit in diesem Schuljahrgang erwartet werden kann (Versetzung). Bereits der Wortlaut dieser Vorschrift macht deutlich, dass die Entscheidung darüber, ob eine Schülerin oder ein Schüler versetzt werden kann, auf einer pädagogisch-fachlichen Prognose der für sie oder ihn zuständigen Klassenkonferenz beruht.

Näheres über die Voraussetzungen der Versetzung regelt für den vorliegenden Fall die auf der Grundlage des § 60 Abs. 1 Nr. 2 NSchG erlassene Verordnung über die Durchlässigkeit sowie über Versetzungen und Überweisungen an den allgemein bildenden Schulen (Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung – DVVO). In diesem Zusammenhang bestimmt § 2 Abs. 1 Satz 1 DVVO, dass im Gymnasium am Ende der Schuljahrgänge 5 bis 10 Versetzungen stattfinden. Da danach hier eine Versetzung vorgeschrieben ist, sieht § 2 Abs. 2 DVVO vor, dass eine Schülerin oder ein Schüler zu versetzen ist, wenn die Leistungen in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mindestens mit “ausreichend” bewertet worden sind (Satz 1), und dass nicht ausreichende Leistungen nach Maßgabe der §§ 4 und 5 DVVO ausgeglichen werden können (Satz 2). Gemäß der für den Schüler allein in Betracht kommenden Ausgleichsregelung des § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 DVVO können bei ausreichenden Leistungen in allen anderen Fächern mangelhafte Leistungen in zwei Fächern durch befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern ausgeglichen werden, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang erwartet werden kann. Ob die Klassenkonferenz von Möglichkeiten des Ausgleichs Gebrauch macht, steht nach § 4 Abs. 3 Satz 1 DVVO in ihrer pflichtgemäßen Beurteilung ...

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