Die „richtige“ Wortwahl im Testament – Beispiel „Sparguthaben“

von Julia Zeisler

Wer sein Testament schreibt, möchte, dass sein letzter Wille später auch umgesetzt wird. Und das möglichst ohne Streit unter den Hinterbliebenen.

Um solchen Streit zu vermeiden, kommt es auch auf die „richtige“ Wortwahl im Testament an. Schon der vermeintlich einfache Begriff des „Sparguthaben“ kann von den Beteiligten unterschiedlich ausgelegt werden.

Hierzu hat sich das Oberlandesgericht (OLG) München in einer neueren Entscheidung (14.05.2014, AZ: 7 U 2983/13) geäußert. Unter den Begriff des Sparguthabens werden nach allgemeinem Sprachgebrauch nicht die Gelder auf einem Girokonto verstanden, wohl aber die Gelder auf einem Festgeldkonto. Denn, so die Richter, ein Girokonto diene regelmäßig zur Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs und gerade nicht zur Ansparung.

Hier kann und sollte zur Verdeutlichung im Testament das Konto genau bezeichnet werden.

Im entschiedenen Fall war die Hauptkontonummer der Erblasserin sogar im Testament genannt. Diese bezog sich aber letztlich auf das Girokonto und auf ein Festgeldkonto als Unterkonto ...

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