REMIT: Und am Ende siegt doch der Realitätssinn?

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Die EU-Verordnung über Inte­gri­tät und Trans­pa­renz des Ener­gie­groß­han­dels­markts, nach ihrer eng­li­schen Bezeich­nung kurz REMIT genannt, ist auch nicht mehr tau­frisch. Auch wir haben schon öfters über sie berich­tet. Aller­dings, und das wurde nie­mand müde zu erwäh­nen, war sie bis­lang wahl­weise ein „zahn­lo­ser Tiger“, ein „schla­fen­der Riese“ oder ein­fach nur eine „Black­box“. Da lag ein­fach daran, dass ihr wesent­lichs­tes Ele­ment, näm­lich die Pflicht, Fun­da­men­tal­da­ten und Ener­gie­markt­trans­ak­tio­nen zu mel­den, ein­fach noch nicht scharf geschal­tet war: Es fehlte immer der nötige Umset­zungs­rechts­akt der Kom­mis­sion.

Die­ser Umset­zungs­rechts­akt (meist eng­lisch als Imple­men­ting Act bezeich­net) steht jetzt end­lich vor sei­ner Ver­öf­fent­li­chung. Kon­zepte, Kon­sul­ta­tio­nen und Ent­wür­fen geis­tern schon lange durch die Halb­öf­fent­lich­keit der Ver­bän­de­wel­ten. Und vie­les war mit Fug und Recht als welt­fremd oder unprak­tisch zu kri­ti­sie­ren. Umso bemer­kens­wer­ter, dass die finale Ver­sion jetzt doch noch eini­ges erleich­tert, was so man­chen zum Auf­at­men brin­gen wird.

Das gilt zunächst für die Erzeu­ger. Die schlechte Nach­richt ist, dass alle, die Strom oder Gas erzeu­gen, erst­mal als Markt­teil­neh­mer im Sinne der REMIT gel­ten wer­den, wenn sie ihre Erzeug­nisse ver­kau­fen. Die gute Nach­richt ist aber, dass sie ihre Ver­käufe nur mel­den müs­sen, wenn sie aus Anla­gen stam­men, die grö­ßer als 10 MW (Strom) bzw. 20 MW (Gas) sind. Die über­ra­schend prak­ti­sche Nach­richt ist zusätz­lich, dass man dar­auf ver­zich­ten wird, von die­sen Anla­gen­be­trei­bern eine REMIT-Registrierung zu ver­lan­gen, was eigent­lich alle Markt­teil­neh­mer machen müssen ...

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