LG Arnsberg - Unkenntnis von eigener Domaininhaberschaft schützt nicht vor Ansprüchen

Registriert eine Person eine Domain in Kenntnis von bestehenden fremden Rechten an dem Domainnamen, so kann dies selbstverständlich zu einem Freigabeanspruch des Rechteinhabers gegen den Domaininhaber mit entsprechender Kostenlast führen. Doch was passiert, wenn der Domaininhaber gar nicht weiß, dass er Inhaber einer bestimmten Domain ist? Ob in einem solchen Fall Ansprüche gegen den Domaininhaber geltend gemacht werden können, hatte das LG Arnsberg zu entscheiden.

Was ist passiert?

Der Betreiber eines Gastronomie-Betriebs beauftragte eine Web-Agentur mit der Erstellung einer Webseite samt Registrierung einer entsprechenden Domain, die dem Namen der Gastronomie entsprach. Der Inhaber der Web-Agentur registrierte daraufhin die Domain, jedoch nicht auf den Namen des Gastronomieinhabers, sondern auf den Namen seiner eigenen Tochter. Auch als administrativer Ansprechpartner der Domain (Admin-C) wurde die Tochter eingetragen. Hintergrund war, dass sich der Inhaber der Web-Agentur auf diese Weise Ansprüche gegenüber seinem Kunden sichern wollte, so in etwa, wenn dieser seine Rechnungen nicht begleichen würde.

Als der Betreiber der Gastronomie nach Abschluss des Auftrags auf die Domaininhaberschaft der Tochter aufmerksam wurde, ließ er einen Dispute bei der DENIC eintragen und verlangte zudem Herausgabe der Domain gegenüber dem Inhaber der Webagentur. Dieser kam diesem Wunsch aber nicht nach mit der Begründung, dass der Inhaber der Gastronomie einzelne Rechnungen noch nicht beglichen hatte.

Der Gastronomie-Inhaber forderte daraufhin die Tochter als tatsächliche Inhaberin der Domain zur Herausgabe der Domain im Wege einer Abmahnung und Begleichung der hierdurch entstandenen Kosten in Höhe von ca. 745.- Euro auf ...Zum vollständigen Artikel

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