Der Testamentsvollstrecker als verlängerter Arm des Verstorbenen

von Andreas Abel

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

Oft wird bei der Testamentsgestaltung übersehen, dass die Anordnung einer Testamentsvollstreckung eine sinnvolle Lösung zur Vermeidung von Streitigkeiten im Erbfall sein kann. Der Beitrag zeigt Beispiele auf, in welchen Fällen eine Testamentsvollstreckung im Testament oder Erbvertrag vorgesehen werden sollte. Bei der Auswahl sollte man jedoch auf Testamentsvollstrecker mit Erfahrung zurückgreifen.

Bei Errichtung eines Testamentes kann der Erblasser einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Dieser hat dann nach dem Tode des Erblassers die Aufgabe, die letztwilligen Verfügungen des Erblassers auszuführen, wobei er sich ausschließlich an den Anweisungen des Erblassers zu orientieren hat und nicht an denen der Erben.

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb es sinnvoll sein kann, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen:

  1. Falls Erben noch minderjährig sind, kann einem Testamentsvollstrecker die Befugnis zur Verwaltung des Erbes übertragen werden. Dieser kann dann ohne die
    ansonsten erforderlichen Genehmigungen des Vormundschaftsgerichtes für die minderjährigen Erben tätig werden. Sobald diese dann volljährig sind, steht ihnen der Nachlass
    des Erblassers ohne Einschränkung zu. Sein Amt endet automatisch.
  2. Bei einem überschuldeten Erben kann durch eine Testamentsvollstreckung verhindert werden, dass die Gläubiger des überschuldeten Erben in den Nachlass pfänden. Die
    Nachlassgegenstände stehen dann für den Zugriff der Gläubiger für die Dauer der Testamentsvollstreckung nicht zur Verfügung ...
Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK