Schiffsreise – Durchfahrt des Panamakanals im Dunkeln – Minderung?

von Stephan Weinberger

Der Kläger freute sich über eine bei einem Münchner Reiseunternehmen gebuchte Kreuzfahrt nach Mittelamerika zum stolzen Preis von 8123 Euro.

In der Beschreibung der Reise was als �besonderer Höhepunkt� die Durchquerung des Panamakanals angepriesen. Demnach sollte das Schiff am achten Reisetag in Colon bereits um 6:00 Uhr Morgens in Richtung Panamakanal starten.

Tatsächlich fand die Einfahrt in den Panamakanal aber nach 16 Uhr statt, was zur Folge hatte, dass der überwiegende Teil der Durchfahrt ohne Tageslicht geschah, wenn auch die Schleusen mittels Flutlicht hell erleuchtet sind,

Der Kläger machte deshalb Minderung des Reisepreises und Schadensersatz wegen vertaner Urlaubszeit in Höhe von insgesamt 4061,50 Euro, mithin die Hälfte des Reisepreises geltend. Das Reiseunternehmen erklärte sich freiwillig zu einer Erstattung in Höhe von 400 Euro bereit.

Mit Urteil des Amtsgerichts München (Az. 182 C 15953/13) wurden dem Kläger weitere 1224,60 Euro zugesprochen und im Übrigen die Klage abgewiesen.

Das Gericht stellte fest, dass die Schiffsreise mangelhaft war. Die Durchfahrt durch den Kanal entsprach nicht vertraglicher Vereinbarung, sie erfolgte nur teilweise tagsüber, ansonsten in der Dämmerung und Dunkelheit ...

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