Keine Vergütung für Supermarkt-Praktikantin

von Oliver Teubler
Landesarbeitsgericht Hamm hebt Bochumer Praktikantinnen-Urteil auf

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am 17. Oktober 2014 die Klage einer ehemaligen Praktikantin eines Bochumer Supermarkts abgewiesen, nachdem das Arbeitsgericht Bochum den Marktinhaber zuvor zur Zahlung von Vergütung in Höhe von mehr als € 17.000,00 verurteilt hatte. Die Kanzlei ATN d‘Avoine Teubler Neu Rechtsanwälte hatte den betroffenen Einzelhändler in der Berufungsinstanz vor dem Landesarbeitsgericht vertreten.

Einzelhändler rehabilitiert

Das Landesarbeitsgericht stellte fest, dass die Klägerin für die Zeit des Praktikums Ausbildungsbeihilfe der Agentur für Arbeit im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für schwer vermittelbare jugendliche Arbeitslose bezogen hatte und von einem externen Maßnahmenträger betreut worden war. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass die Klägerin während der Zeit des Praktikums keine vergütungspflichtige Arbeit geleistet hat. Sie sollte vielmehr für eine spätere Ausbildung qualifiziert werden und erhielt für die Dauer der Maßnahme eine Unterstützung der Agentur für Arbeit. Tatsächlich hatte der Marktinhaber der Praktikantin auch im Zuge der Maßnahme einen Ausbildungsplatz angeboten; von beiden Parteien wurde noch während des Praktikums ein Ausbildungsvertrag unterschrieben. Auf Wunsch der späteren Klägerin sollte das Praktikum bis zum Beginn der Ausbildung fortgesetzt werden. Die Ausbildung wurde nicht angetreten, stattdessen verklagte die Praktikantin den Marktinhaber auf Zahlung von 10,00 € pro Stunde der von ihr angeblich geleisteten Arbeit. Das Arbeitsgericht hatte den Marktleiter nach kurzem Prozess verurteilt, ohne wenigstens zu prüfen, ob die Zahl der von der Praktikantin angegebenen Arbeitsstunden zutraf ...

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