Vom Big Apple, Körperwelten, einem Eisenbahnerstreik und einer Prozessanreise mit Hindernissen

von Rainer Pohlen

Nach einem wunderbaren und leider viel zu kurzem New York-Trip sind wir gestern morgen wieder in Hamburg gelandet, von wo ich nach einer kleinen Pause mit dem Zug Richtung Düsseldorf fahren wollte, um heute einen Prozess am Niederrhein wahrnehmen zu können. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne die streikenden Zugführer gemacht, die den Nord-Süd-Verkehr weitgehend lahm gelegt hatten. Für eine 430 Kilometer lange Autofahrt war ich dann doch zu müde, also habe ich für den Abend einen einigermaßen erschwinglichen Flug mit Germanwings gebucht.

Die unverhoffte Zeit wollte ich nutzen, mir endlich einmal die “Körperwelten” des Gunther von Hagen anzuschauen, die ich schon wiederholt verpasst hatte. Also habe ich mich gegen 16 Uhr mit dem Auto von Blankenese zur Hafencity aufgemacht, wo die Ausstellung den letzten Tag präsentiert wurde. Vielleicht, weil auch die S-Bahn vom Streik betroffen war, waren die Straßen noch voller als sonst, eine gute Stunde dauerte die Fahrt im Stop-and-Go-Verkehr. Und dann: eine geschätzt 200 Meter lange Menschenschlange stand im Regen vor der Ausstellungshalle an. Mindestens 45 Minuten Wartezeit müsse ich einkalkulieren, lautete die Auskunft einer freundlichen jungen Frau, die am Eingang die Karten kontrollierte. Das war zu knapp für mich, wenn ich den Flieger nicht verpassen wollte, also ging´s unverrichteter Dinge zurück durch den Feierabendverkehr in Richtung Blankenese, um die notwendigen Sachen zusammenzupacken, und dann weiter zum Flughafen.

Der Germanwings-Maschine startete pünktlich um 20:35 Uhr. “Rekordverdächtige 35 Minuten Flugzeit” hatte der mit diversen humoristischen Einlagen glänzende Kabinensteward angesagt, und so hatte ich meine Abholung in Düsseldorf für 21:30 Uhr organisiert ...

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