Nutzungsuntersagung einer Reithalle nach jahrelangem Nichtstun

Die Nutzungsuntersagung einer Reithalle, die nicht nur wegen der fehlenden Baugenehmigung gegen formelles Baurecht verstößt, sondern auch gegen brandschutzrechtliche Vorschriften der Bauordnung, ist rechtmäßig.

So das Verwaltungsgericht Hannover in den hier vorliegenden Eilanträgen des Grundstückseigentümers und des die Halle nutzenden Reitvereins, die sich gegen die Untersagung der Nutzung und die Versiegelung der Reithalle gewandt haben. Bei der Reithalle handelt es sich um eine im Jahr 2003 ohne Baugenehmigung in Leichtbauweise errichtete, mit einer sogenannten weichen Bedachung versehene, 450 m² große, zeltähnliche Halle in Lohnde (Stadt Seelze), in der der Eigentümer zunächst vorübergehend Heu aufbewahren wollte. Sie wurde aber seit Jahren – mit Wissen der Stadt Seelze als Bauaufsichtsbehörde – als Reithalle genutzt. Nachdem Versuche, einen alternativen Standort für den Reitschulbetrieb zu finden bzw. die Reithalle zu legalisieren, gescheitert waren, untersagte die Stadt Seelze dem Eigentümer und dem Reitverein, an den die Halle seit Frühjahr dieses Jahres verpachtet ist, mit Bescheiden vom 30.09.2014 ab sofort die Nutzung der Reithalle, ordnete die sofortige Vollziehung der Nutzungsuntersagung an, und versiegelte die Halle ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK