Kredite „ohne Schufa“ gibt es nicht

von Mirko Laudon

Neben dem gesetzlich in § 265b StGB normierten Kreditbetrug gibt es seit einigen Jahren eine neue, praktisch umgekehrte Erscheinung des Kreditbetruges, bei denen Kredite „ohne Schufa“ – also ohne Bonitätsprüfung – versprochen werden.

In Zeitungsannoncen und vor allem im Internet wird für einen „Sofort-Kredit“, Umschuldungs­kredit, eine Schulden­zusammen­fassung oder Schulden­sanierung geworben – und zugleich unkompliziert viel Geld versprochen. Geworben wird mit angeblich jahrzehntelanger Erfahrung, garantierten Kreditzusagen und zweifelhaften Kundenbewertungen. Dahinter stecken unseriöse Anbieter, die von den zumeist überschuldeten Anfragenden nur Geld kassieren wollen: Diese sollen Vertragsunterlagen gegen vorherige Zahlung – angeblich für Bearbeitungs­entgelte oder Vermittlungsprovision – bei dem vermeintlichen Kreditvermittler einreichen. Ausgezahlt wird dieser Kredit jedoch nie – nachdem die Bearbeitungsgebühr oder die Provision gezahlt wurden, taucht der Anbieter ab.

Jährlich werden 300.000 bis 700 ...

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Das Geschäft mit der Armut

Eine sehr gute Reportage von Marc Rosenthal für das Magazin zoom beim ZDF. Thema: unseriöse "Kreditvermittler" Marc war dabei beim VPT in Wien zu Gast.



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