FIS – Kopf eines unbehelligten Milliarden-Sportkartells

von Dr. Markus Wekwerth

Professionelle Skisportler rund um den Erdball haben sich über die Athletenvereinbarung den Regeln ihres internationalen Verbands FIS zu unterwerfen, um eine Startlizenz zu bekommen und ihren Beruf ausüben zu können. Insofern ein normaler Vorgang, der für eine geordnete Durchführung von Sportwettkämpfen notwendig ist. Der Inhalt dieser Regeln allerdings gibt Anlass, einmal (mehr) über deren Angemessenheit und Gesetzeskonformität nachzudenken.

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Das maßgebliche Regelwerk der FIS findet sich in der Internationalen Skiwettkampfordnung (IWO). Diese enthält neben den allgemeinen Wettkampfregeln u.a. die Voraussetzungen, die von den Athleten zu erfüllen sind, um an internationalen und nationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können. Der Sportler wird im Rahmen der Athletenvereinbarung mit seinem nationalen Verband auf diese Regeln verpflichtet. Dort heißt es u.a. wie folgt (Art. 204.1):

“Ein Nationaler Skiverband darf innerhalb seiner Struktur einen Wettkämpfer weder unterstützen oder anerkennen, noch ihm eine Lizenz zur Teilnahme an FIS oder nationalen Rennen ausstellen, wenn er [...] die individuelle Ausnützung seines Namens, Titels oder persönlichen Bildes für Werbung erlaubt hat, ausgenommen wenn der betreffende Nationale Skiverband – oder dessen Pool – hierfür einen Vertrag betreffend Förderung, Ausrüstung oder Werbung abgeschlossen hat.”

Ferner (Ziff. 206.8 / 206.9):

“Ein Nationaler Skiverband oder dessen Pool kann Verträge mit einer kommerziellen Firma oder Organisation abschliessen betreffend Förderung, Ausrüstung und Werbung, wenn die betreffende Firma oder Organisation von dem Nationalen Skiverband als offizieller Lieferant oder Förderer anerkannt ist. [.. ...Zum vollständigen Artikel


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