Weshalb Sie nicht nicht darauf warten sollten, dass das Fremdbesitzverbot für Anwaltskanzleien fällt

von Axel Pabst

In Deutschland besteht ein Fremdbesitzverbot an Anwaltskanzleien. Vereinfacht ausgedrückt, können nur Rechtsanwälte Rechtsanwaltskanzleien besitzen. Und zwar nur solche Rechtsanwälte, die auch in der Kanzlei tätig sind, die sie besitzen. Den Anwälten ist es also nicht möglich, fremde Kapitalgeber am Betrieb ihrer Kanzlei zu beteiligen. Hintergrund ist die Wahrung der anwaltlichen Unabhängigkeit. Weitere Grundlagen und Hintergründe zu diesem Fremdbesitzverbot kann man hier und hier nachlesen.

Wird das Fremdbesitzverbot für Anwaltskanzleien abgeschafft?

Seit mehreren Jahren ist eine Diskussion darüber im Gang, ob und wann dieses Fremdbesitzverbot fallen wird. Für eine solche Erwartung spricht beispielsweise die Tatsache, dass in Wales im Jahre 2011 eine ähnliche Regelung abgeschafft wurde. Insofern mehren sich die Stimmen, dass aufgrund der europarechtlichen Gleichbehandlung das Fremdbesitzverbot früher oder später auch in Deutschland fallen müsse. Dagegen spricht eine Entscheidung des EuGH, der bereits im Jahr 2008 entschieden hatte, dass das Fremdbesitzverbot für Apotheken EU-Konform ist.

Aus der Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen weiß ich, dass es einige gibt, die in den Startlöchern sitzen und nur darauf warten, bis es endlich soweit ist. Ein Beispiel, wie die Folge aussehen kann, ist die Kanzlei der DAS-Rechtsschutzversicherung in England. Andere haben Angst vor dem Tag, an dem das Fremdbesitzverbot fallen könnte. Unabhängig davon, ob man Befürworter oder Gegner dieser Regelung ist: Tatsache ist, dass das Fremdbesitzverbot existiert ...

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Daniel Katz - Innovation in the Legal Services Industry - The Future is Already Here, It is Just *Not* Evenly Distributed


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