Wer heimtückisch einen Menschen tötet begeht einen Mord, der mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft wird (§ 211 StGB).

von Bernd Rösch

Heimtücke i. S. v. § 211 Abs. 2 Strafgesetzbuch (StGB) ist gegeben, wenn der Täter

  • die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers
  • bewusst zur Ausführung des tödlichen Angriffs

ausnutzt.

  1. Arglos ist das Tatopfer, wenn es bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs nicht mit einem gegen seine körperliche Unversehrtheit gerichteten schweren oder doch erheblichen Angriff rechnet (st. Rspr.; vgl. nur Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 29.04.2014 – 3 StR 21/14 –).
    Hat das Opfer in der Tatsituation mit ernsthaften Angriffen auf seine körperliche Unversehrtheit gerechnet, scheidet Arglosigkeit im Allgemeinen aus (vgl. BGH, Beschluss vom 09.04.2002 – 5 StR 5/02 –).
  2. Voraussetzung heimtückischer Begehungsweise ist ferner, dass der Täter die von ihm erkannte Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt (vgl. BGH, Urteil vom 11.12.2012 – 5 StR 438/12 –) ...
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