SEO-Vertrag ist Dienstleistungsvertrag, so OLG Köln

von RAin Lachenmann

SEO-Vertrag ist Dienstleistungsvertrag, so OLG Köln

Ein SEO-Vertrag ist grundsätzlich ein Dienstleistungsvertrag, wie das OLG Köln entschieden hat mit Hinweisbeschluss vom 16.1.2014 – 19 U 149/13 (hier Volltext). Das heißt, der Dienstleister hat die geschuldeten Leistungen durchzuführen, ohne einen konkreten Erfolg zu schulden. Der Auftraggeber eines SEO-Vertrages (also ein Vertrag über Suchmaschinen-Optimierung) kann also in der Regel keine bestimmte Suchmaschinenplatzierung verlangen, er kann bei Schlechtleistung nur schwer die Zahlung des Honorars verweigern. Laut OLG Köln gelte dies selbst dann, wenn zum Vertragsinhalt die Analyse des Nutzerverhaltens bei Besuchen des Web-Shops mit dem Ziel einer Verbesserung des Angebots und der Optimierung der Suchmaschinen-Auffindbarkeit auf Abruf gehört.

In dem vom OLG Köln zu entscheidenden Fall war das SEO nur ein kleiner Teil der geschuldeten Leistung. Hauptzweck war, den Umsatz des Webshops zu steigern, was neben AdWords-Werbung, Platzierung in Preisvergleichsseiten auch SEO-Maßnahmen enthielt. Dieser Vertrag sei laut OLG Köln gemeinsam zu betrachten und insgesamt als Dienstvertrag zu sehen, obwohl auch werkvertragliche Elemente enthalten seien, da der SEO-Teil nicht den Schwerpunkt des Vertrages gebildet habe ...

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